Iny Lorentz "Der weiße Stern"

NUN habe ich einmal damit angefangen über Bücher zu bloggen, schon ist der Bann gebrochen.
„Eigentlich“ wollte ich nicht über Bücher schreiben, aber DANK eurer lieben Nachrichten, tollen E-Mails und PN bei Facebook, in denen ihr mir sagtet, dass ihr es toll findet, mal ein paar Buchempfehlungen zu erhalten – Ja – GUT dann werde ich mal ab und zu – FÜR EUCH – auch über Bücher berichten.
DENN ihr habt Recht, zum einen ist es mal was anderes und zum anderen lockert es meinen Blog etwas auf!
Ihr seit toll. Der weiße Stern 023 - KopieAutor: Iny Lorenz
Titel: „Der weiße Stern“

Taschenbuch (Seitenzahl: 592)
EAN: 9783426511701
Verlag: Droemer/Knaur
Erschienen: 01.04.2014

Preis: 9,99€

Inhalt:
Im Buch „Der weiße Stern“ geht es um das deutsche Ehepaar Gisela und Walther Fichtner, die im 19 Jh. nach Mexiko ausgewandert sind.
Walther und Gisela bewirtschaften eine kleine Farm in der mexikanischen Provinz Tejas (das spätere Texas).
Walther macht schon bald die Bekanntschaft mit den (von allen sehr gefürchteten) Komantschen. Besonnenes und ruhiges Handeln bringt Walther den Respekt der Indianer ein und es ist ihm sogar möglich, mit ihnen guten Handel zu treiben.
Eine andere Begegnung mit Siedlern aus Nordamerika, die ohne Genehmigung und Missachtung der Mexikanischen Gesetzte – eine Stadt erbauen wollten verlief dabei weniger glimpflich.
Aber auch diese und viele andere Situationen meistert Walther mit Bravur.

Als seine Frau Gisela ihm einen Sohn zur Welt bringt und diesen nicht stillen kann, wendet sich Walther an die Komantschen, die ihm die Indianerin Nizhoni verkaufen, im Gegenzug für seine „Suhler Jagdwaffe“.
Nizhoni hatte ebenfalls erst einen Sohn entbunden, der gleich nach der Geburt verstarb. Nizhoni hatte dadurch genügend Milch um den kleinen Josef zu stillen.
Nizhoni wurde nicht nur zur Amme des Jungen, sondern auch eine gute Freundin von Gisela.
Anfangs hatte Nizhoni Angst vor „fahles Haar“ (Walher), später verehrte und liebte sie ihn.
Walther arbeitet für den Verwalter des nördl. Siedlungsgebietes und empfängt neue Siedler, weist ihnen Land zu und hilft bei der Eingliederung.
Eines Tages lernte Walther den Diktator Santa Ana (einen Nordamerikaner) kennen, dieser hasst alle Neusiedler, hält sich an keine mexikanischen Gesetzte.
Walther muss gegen Santa Ana in den Krieg ziehen.
Nizhoni rettete viele Male die Farm vor Angriffen und kümmert sich liebevoll um die inzwischen wieder hochschwangere Gisela…

Meine Bewertung:
„Der weiße Stern“ soll der 2. Teil einer Auswanderungsaga sein. Den ersten Teil kenne ich nicht, aber die Handlung in diesen Buch ist in sich abgeschlossen und eine eigenständige Geschichte. Man erfährt zwischendurch immer mal etwas aus der Vergangenheit (Begebenheiten aus dem ersten Teil) um bestimmte Situationen besser verstehen zu können.
Das Buch liest sich sehr gut. Man kommt schnell voran.
Ich persönlich fand den Mittelteil – die Verhandlungen, Meinungsverschiedenheiten der Siedler zum Krieg – etwas langatmig, aber das Schriftsteller – Ehepaar Iny Lorentz hat etwas in ihrer Schreibweise, dass man schnell das Interesse wieder findet und gefesselt wird.

Empfehlenswert: 4****
Für Fans der Geschichte ist dieses Buch interessant und sehr empfehlenswert.
Alles ist sehr gut recherchiert und nacherzählt, mit einen Tupfen Phantasie und Romantik verknüpft. UND diese Mischung ist perfekt. Wer andere Bücher von I. Lorentz kennt – sollte dieses lesen – es steht in nichts nach.
Einen Punkt ziehe ich ab (wie schon erläutert), manche Stellen sind mir persönlich etwas zu lang umschrieben & hingezogen und machen das Buch langweilig.

Dieses Buch durfte ich für den Verlag Knaur vorab-lesen, vielen Dank! :wave: